Arbeitsweise

Ich möchte erfahren, was ich noch nicht weiß.

Mit dieser Prämisse stürze ich mich in meine künstlerischen Arbeitssysteme. Sie alle stehen unter derselben Überschrift, bieten mir einzeln jedoch Möglichkeiten mich frei und immer etwas anders entfalten zu können. So eröffnet sich mir ein Spielen mit Ideen, Empfindungen und Assoziationen. Dabei kommt es mir nicht primär auf das Gewinnen an, sondern auf das Spielen selbst; die Art sich darauf einzulassen und wo man schlussendlich rauskommt.

Meine Arbeiten sind nie konkret geplant und wie sie enden weiß ich vorher auch nicht. Ich fange meist mit einfachen Farb- oder Formimpulsen an und versuche möglichst intuitiv mit ihnen umzugehen, um für mich alles in einen greifbareren Kontext zu bringen. Einige meiner Motive und Ideen wiederholen sich dabei offensichtlicher, andere hingegen bleiben mehr für sich.

Für mich macht aber genau das den ganzen Reiz aus: Es entwickeln sich unterschiedlichste Bilder, die wahrscheinlich nie entstanden wären, hätte ich sie vorher konzipiert und durchdacht. Manche spiegeln eher wieder, wie ich gefühlt und an was ich gedacht habe; manche lassen mich verwirrter und zerstreuter zurück.

Alle haben aber eines gemeinsam: Sie treiben mich kontinuierlich zur künstlerischen Arbeit an und schärfen meinen Instinkt, da mir die bloße Vorstellung jener Farb- und Formimpulse vor meinem inneren Auge nicht ausreicht. Ich muss sehen, was sein kann, was funktioniert und was nicht.

Ich muss erfahren, was ich noch nicht weiß.