C. Sebastian Pollak

Künstler & Dozent

Ich möchte erfahren, was ich noch nicht weiß.

Mit dieser Prämisse stürze ich mich in meine künstlerischen Arbeitssysteme. Sie alle stehen unter derselben Überschrift, bieten mir einzeln jedoch Möglichkeiten mich frei und immer etwas anders entfalten zu können. So eröffnet sich mir ein Spielen mit Ideen, Empfindungen und Assoziationen. Dabei kommt es mir nicht primär auf das Gewinnen an, sondern auf das Spielen selbst; die Art sich darauf einzulassen, die Regeln kennen zu lernen und sie gegebenfalls wieder brechen zu können.

Das ist es, was mich an der Arbeit reizt: Es entwickeln sich unterschiedlichste Bilder und Serien, die wahrscheinlich nie entstanden wären, hätte ich sie vorher konzipiert und durchdacht.
Ehrlich gesagt ist es auch viel unterhaltsamer, wenn ich mich den Impulsen hingebe, die meine Neugier entfachen und ich nicht einmal weiß warum. Ich weiß dann nur, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Theatralisch gesagt: „Meine Neugier muss gestillt werden!“

Zusätzlich schärft diese Arbeitsweise meinen künstlerischen Instinkt, da mir die bloße Vorstellung von Farb- und Formimpulse vor meinem inneren Auge nicht ausreicht. Ich muss sehen, was sein kann, was funktioniert und was nicht.

Ich muss erfahren, was ich noch nicht weiß.